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Jahresklausur der Research Studios Austria FG 2019: Tag 1 – Machine Learning als Werkzeug für Digitale Intelligenz

"Forschung mit Impact: Digital Intelligence & Machine Learning" ist das übergeordnete Thema der RSA FG-Jahresklausur 2019 nächste Woche in St. Gilgen am Wolfgangsee. Die beiden Leitparadigmen unseres jährlichen Think-Tanks sind diesmal "digitale Intelligenz" (Digital Intelligence) und "datengestützte Forschungsorganisation" (Data-driven Research Organisation = DDRO). Am ersten Tag steht digitale Intelligenz im Zentrum der Vorträge und Diskussionsrunden, am zweiten Tag die datengestützte Forschungsorganisation.

"Digitale Intelligenz", was heißt das eigentlich?

"Digitale Intelligenz" ist zunächst einmal der Titel eines Buchs aus dem Jahr 2017, das sich gegen Manfred Spitzers Hypothese von der "Digitalen Demenz" richtet. Der Begriff kann also erstens bedeuten: Einen intelligenten Umgang der Menschen mit den Werkzeugen der Digitalisierung ("Digital Literacy"). Und diese menschliche digitale Intelligenz misst sogar ein neuer Wert: Der DQ, der digitale Intelligenzquotient.

Der Begriff kann aber zweitens auch die Maschinen adressieren: Selbstgesteuerte, selbst lernende Programme, die zunehmend Aufgaben übernehmen, für die es zumindest einer ausgeprägten "schwachen künstlichen Intelligenz" der Algorithmen & Codes bedarf.

Dazu einige aktuelle Beispiele aus den Studios der RSA FG: Im Projekt VISIOMICS des Studios Data Science wird mit Hilfe von Predictive Analytics versucht, die Rückfallwahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung besser erkennen zu können. Durch die Analyse großer Datenmengen (Big Data) und auch die Verbindung unterschiedlicher Datenarten wird das fertige Tool Dinge sehen, die der Mediziner ohne maschinelle Hilfe nicht erkennen könnte. Ähnlich geht das Projekt Never-Payer Detection vor: Hier geht es um das Extrahieren von Verhaltensmustern zur Früherkennung von Problemkunden. Ein drittes Projekt, Aufmerksamkeitsanalyse im Leistungssport des Studios Pervasive Computing Applications, aggregiert mutlisensorische Daten, u.a. Blickaufzeichnungen, um Muster von Radsportlern zu erkennen, damit diese ihre Performance verbessern können.

Weitere Beispiele aus den RSA-Studios sind Forschungsprojekte, die etwa Aktienkursschwankungen oder Pendlerverhalten voraussagen können.

Anwendungen der "digitalen Intelligenz" schaffen es also im Idealfall, mit Daten aus der Vergangenheit in die Zukunft zu blicken. Und das ist in der Medizin, aber auch in der (Finanz-)Wirtschaft, im Sport und in vielen anderen Bereichen eine bedeutende Revolution. Nicht zuletzt für die Wissenschaft bedeutet es völlig neue Forschungsgegenstände und Anwendungsfelder: Man denke nur an Digital Humanities, Computational Medicine oder Computational Social Sciences.

Immer geht es darum, dass man mit Hilfe von Big Data-, Machine Learning- und Predictive Analytics-Anwendungen Zusammenhänge sieht, die der Mensch nicht sehen kann. Die digitalen Werkzeuge ersetzen damit nicht die menschliche Wahrnehmung oder Intelligenz, sie erweitern vielmehr den menschlichen Radius.

In der Jahresklausur (von 24. bis 26.01.2019 in St. Gilgen) wird es am ersten Tag, dem 24.01. in einem Fenster zu Digital Intelligence um die folgenden vier Schwerpunkte gehen:

 

Die Keynote über die Grenzen des Smart-Paradigmas hält der bundesdeutsche Pionier des Ubiquitous Computing Norbert Streitz.

Nähere Informationen zur Jahresklausur erhalten Sie bei Tina Streitberger, jkl@researchstudio.at.

 

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